Restschuldversicherung
Die Restschuldversicherung ist eine Versicherungsart, die von den Banken und Kreditinstituten gerne im Zusammenhang mit der Vergabe von Krediten verkauft wird. Mithilfe einer Restschuldversicherung, die je nach Wahl der Versicherungsmodalitäten, gegen den Todesfall des Kreditnehmers, gegen längere Arbeitsunfähigkeit nach Wegfall der Lohnfortzahlung oder auch sogar gegen Arbeitslosigkeit abgeschlossen werden kann, sichert sich der Kreditnehmer gegen Eventualitäten des Lebens ab und muss bei Eintritt des Versicherungsfalls keine Raten mehr für den Kredit bezahlen.
Unterschiede der Restschuldversicherung
Je nach Tarifwahl hat diese zusätzliche Absicherung natürlich ihren Preis. Das Interesse der Banken am Abschluss dieser Versicherungen ist sehr hoch, denn zum Einen vermindern diese das Kreditausfallrisiko und zum Anderen werden für den Abschluss dieser Versicherungen nicht unbeträchtliche Provisionen gezahlt, die den Bankmitarbeitern zugute kommen.
Für den Kreditnehmer bedeutet eine Restschuldversicherung zusätzliche Sicherheit, aber auch bedeutend höhere Kreditkosten. So kann eine Restschuldversicherung einen Kredit über 25.000 Euro, der 84 Monate läuft um mehr als 2.000 Euro verteuern. Dementsprechend höher sind die Raten.
Wer vor der Aufnahme eines Kredites einen Kreditvergleich im Internet macht und sich aufgrund dessen ein günstiges Angebot heraussucht, der kann durch die Forderung der Bank, dass unbedingt eine Restschuldversicherung abzuschließen ist, eine böse Überraschung bei den Gebühren, die für den Kredit zu zahlen sind, erleben. Die Kosten der Restschuldversicherung sind in den Angaben zum effektiven Jahreszins nicht enthalten. Hier werden lediglich die zu zahlenden Zinsen und die Bearbeitungsgebühren in Prozent ausgedrückt.
Manche Banken sind nicht bereit einen Kredit ohne Restschuldversicherung zu gewähren, dann sollten die Kunden, die keine Restschuldversicherung wünschen, möglichst bei einer anderen Bank anfragen.
